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Zu meiner Person

Hier möchte ich Euch ein wenig über mich verraten

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Meine Kindheit

Ich wurde im Januar des Jahres 1965 in Spremberg geboren. Als ich sieben Monate alt war, sind wir - meine Eltern (Brigitte und Siegfried Beinert), mein Bruder (Ulrich Beinert - er ist neun Jahre älter) und ich - von Weskow (einem kleinen Dorf bei Spremberg) nach Bad Muskau gezogen. Meine Eltern haben dort die Gaststätte "Lindenhof" übernommen, die dann meine Mutti (unser Vati kam 1967 bei einem Autounfall ums Leben) bis 1985 als Objektleiterin weiter geführt hat.

1967 bin ich während des einjährigen Aufenthalts in der Charité im damaligen Ost-Berlin erblindet. Aufgrund dessen besuchte ich von 1969 bis 1971 den Kindergarten an der Blindenschule in Königs Wusterhausen.


Meine Schulbildung

Ab 1971 besuchte ich die damalige "POS für Blinde und EOS für Blinde und Sehgeschädigte" in Königs Wusterhausen, an der ich 1982 den Abschluss der zehnten Klasse erhalten habe.

An dieser Schule wurden durch das hohe Bildungsniveau und der anspruchsvollen Freizeitgestaltung wichtige Grundsteine für den weiteren Lebensweg blinder und sehbehinderter Menschen gelegt.


Ferien

Die Ferien verbrachte ich zum größten Teil zu Hause. In den Sommerferien (zu der Zeit noch acht Wochen) nahm ich an Ferienlagern (organisiert von der Blindenschule) teil. Für zwei bis drei Wochen war ich bei meiner lieben Oma (so lange sie lebte) und bei Verwandten in Weskow. Auch dort hatte ich Freunde und konnte mich wunderbar beschäftigen. Die restliche Zeit genoss ich zu Hause oder bei Urlaubsreisen.

Im Sommer 1975 ist meine Mutti mit mir für drei Wochen nach Bulgarien geflogen. Dort haben wir einen wunderschönen Urlaub in Nessebar verbracht. Als dann Mutti Helmut Richter kennenlernte und er auch bald unserer Familie angehörte, sind wir gemeinsam - so lange ich noch mitgefahren bin - in den Urlaub gefahren. Unsere Urlaubsziele lagen im Harz und in Thüringen.


Meine Ausbildungen

Nach dem Schulabschluss wurde ich in der Zeit von September 1982 bis Juli 1984 im damaligen "Rehabilitationszentrum für Blinde" (RZ) in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen "Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte Chemnitz" BBW-Chemnitz in Chemnitz zum Zerspanungsfacharbeiter ausgebildet.

In der DDR war die Wahrnehmung dieser Ausbildung durchaus Normalität. Seit der Vereinigung Deutschlands ist diese Art von Ausbildung und die Ausübung des Berufes maximal nur noch Sehbehinderten vorbehalten.

Aus u. a. diesen Gründen ließ ich mich von November 1999 bis Januar 2002 im "Berufsförderungswerk Düren" BFW-Düren in Düren zum Kaufmann für Bürokommunikation umschulen.

Auch wenn es viel Zeit und Kraft kostete - immerhin habe ich für die An- und Abreise 1.216 Stunden Fahrzeit im Zug verbracht und eine Strecke von rund 117.800 km (etwa 2,95 mal um die Erde) zurückgelegt - hat mir diese Ausbildung Spaß gemacht und sehr viel gebracht.


Mein Arbeitsleben

Nach der ersten Ausbildung wurde ich ab September 1984 beim "Schaltgerätewerk Bad Muskau" in Bad Muskau als Dreher eingestellt. Dort war ich bis November 1986 beschäftigt.

Aus privaten Gründen habe ich dann meinen Wohnsitz nach Cottbus verlegt und bin - beruflich wiederum als Dreher - beim damaligen "Reichsbahnausbesserungswerk Cottbus" eingestiegen.

Bis 1993 lief im Job soweit alles ganz glatt. Dann wurde nach und nach (bedingt durch die Wende) begonnen, die Abteilungen umzustrukturieren und z. T. halt auch zu rationalisieren. Und eben solchen Maßnahmen ist dann mein Arbeitsplatz auch zum Opfer gefallen. Ich bin also in die Behindertenwerkstatt des inzwischen "Ausbesserungswerk Cottbus" heißenden Betriebes umgesetzt worden.

Sechs Jahre habe ich dort in Vollzeit gearbeitet und Tätigkeiten wie Entgraten von Werkstücken, Aufarbeiten von Elementen für Heizungsanlagen und Recycling ausgeübt. Nebenher habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich es schaffen könnte, mich beruflich noch einmal zu verändern. Diese sechs Jahre hat es auch tatsächlich gebraucht, bis ich alles was dazu gehört geklärt bzw. erreicht habe.

Nun bin ich wieder im selben Betrieb - jetzt "Fahrzeuginstandhaltungs GmbH" - als Sachbearbeiter größten Teils mit Statistiken beschäftigt. Da ich sehr gern am PC arbeite, macht mir dieser Job auch riesen Spaß. Einziges Manko: Ich würde mir etwas mehr Auslastung wünschen.


Was sonst noch so war und ist

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